Von Chicks United zu Heidschnucken

Eine kleine Chronik der Ultimate-Damen (von Marieke; noch nicht fertiggeschrieben… Anm. des Admins: aber druckreif).

Es ist wie bei Asterix: Wir schreiben das Jahr 2003, ein “kleiner” Sportplatz in Hamburg. Meine erste DM in einer Reihe von dreizehn Outdoor-DMs für mich. “Wir haben ein Frauenteam und brauchen noch Mitspielerinnen”. Damit werde ich ins Team Chicks United gelockt. Gespielt habe ich damals immerhin neun Monate und wir sind eine wilde Mischung aus ganz Deutschland. Viele meiner Mitspielerinnen lerne ich vor Ort kennen.

Chicks United - das Damenteam bei der DM 2003

Chicks United – das Damenteam bei der DM 2003

Das änderte sich schon im nächsten Jahr. Die Anzahl der Spielerinnen in Hannover wird höher, wir stellen unser eigenes Team: Die Funetten. Bei den Funaten gibt es deswegen Diskussionen: Der Schwerpunkt liegt doch im Mixedspiel, weshalb stellen die Frauen dann noch ein eigenes Team? Aber wir sind motiviert, bemalen uns Shirts und melden uns an. Die Outdoor-DM findet in Schwaigern statt, zwei Dorfsportplätze und jede Menge Ultimater. Wir haben Spaß, lernen eine Menge (auch wieviel Ultimate in der prallen Sonne gesund ist), aber wir sind zu wenige. Und daher starten wir im nächsten Jahr als Team Niedersachsen. Unterstützung bekommen wir aus Braunschweig und Oldenburg. Wir können uns auf keinen Namen einigen und deswegen melden wir uns zu unseren ersten Outdoor-DM erstmal unter diesem Arbeitstitel an. Und damit zeigt sich mal wieder, dass man etwas ewig vor sich herschiebt,wenn man es nicht sofort macht. Unsere ersten Outdoor-DM findet in Kiel statt. Dort spielen wir mal im Regen und Sturm, mal bei strahlenden Sonnenschein, mal weniger mal mehr erfolgreich.

Team Niedersachsen bei der B-Reli 2008

Team Niedersachsen bei der B-Reli 2008

Im kommenden Jahr sind wir schon wesentlich erfolgreicher: Bei der Outdoor-DM in Köln können wir schon deutlich mehr gewinnen und vor allem starten wir mit unseren eigenen Trikots: Tolle weiße Baumwollshirts mit einer 10 auf dem Rücken. Die haben wir günstig irgendwo aufgetan und stellen fest, dass es die Gegnerinnen sehr irritiert („Ich nehme die 10“ und schon hat man drei Gegnerinnen auf sich gezogen). Aber wir sind uns sicher, dass unsere Siege nicht nur daran hängen. Ähnlich sieht es im Jahr 2007 (erneut in Kiel) aus.

Im Jahr 2008 starten wir in Heilbronn (inzwischen in grünen Trikots, aber immer noch alle mit einer 10 auf dem Rücken) in der zweiten Liga und holen hier den ersten Sieg nach Niedersachsen. Teilweise sehr gekonnt, teilweise sehr waghalsig marschieren wir ungeschlagen durch das Turnier (Natürlich wirft man bei Windstärke 8 einen Knife im Universe zum Sieg).

Team Niedersachsen 2011

Team Niedersachsen 2011

Diese Siegesserie setzen wir in den Folgejahren fort, sowohl 2009 in Köln als auch 2010 in Jena gewinnen wir die 2. Liga (2009 sogar zusammen zusammen mit dem Spiritpreis). Dabei wandelt sich langsam, aber sicher das Team: Alte Hase ziehen um oder hören auf zu spielen, andere kommen dazu. Team Niedersachsen spielt bei Openturnieren mit und schlagen sich auch dabei nicht schlecht. Und immer noch spielen wir in grün und haben eine 10 auf dem Rücken.

2011 endet unsere Siegesserie, in Frankfurt werden wir „nur“ dritte und im Folgejahr (auch Frankfurt) sind wir so wenige, dass wir gar nicht starten. Einige wenige von uns spielen in diesem Jahr bei den Halle Berries mit und bescheren ihnen einen Sieg in der zweiten Liga.

Heidschnucken aufd er DM in Jena 2014

Heidschnucken auf der DM in Jena 2014

Aber im Folgejahr sind wir wieder dabei und ein neues Team! Auch in diesem Jahr schaffen wir es nicht in die ersten Liga und werden „nur“ dritte, aber holen auch hier wieder den Spiritsieg.

Aber das Team wandelt sich. Es gibt neue 2014 Captains, wir suchen uns endlich einen Namen und Münster wird zu Niedersachsen eingemeindet. Die erste Liga verpassen wir zwar schon wieder, aber als Heidschnucken bleiben in Jena bei der ersten Liga ungeschlagen. Und in dem Matsch sauen wir unsere Trikots mal richtig ein, dürfen aber leider ab Samstag nicht mehr weiter spielen. Es ist landunter und kein Rasen mehr da. Aber wir haben uns immerhin soweit nach oben gespielt, dass wir im kommenden Jahr wieder zur Relegation für die ersten Liga nach Nürnberg fahren. Und nun schaffen wir es endlich: Die 1. Liga! Hochmotiviert machen wir Lauftraining und spielen Vorbereitungsturniere. Und meist sieht es für uns auch nicht schlecht aus, gegen die Frankas gewinnen wir sogar. Leider ist es dann aber wieder Landunter und bevor die Plätze so aussehen, wie im Jahr 2014 wird die DM für uns abgebrochen. Schade – das ein oder andere Spiel wollten wir noch gewinnen.

Und 2016… (to be continued)